Bad Schönborn-Mingolsheim historisch erkunden
- 1:00h
- 3.09 km
An den meisten Wegpunkten findest du Infotafeln mit historischen Hintergrundinformationen.
Die Wegbeschreibung mit Audiodatein zu einigen Punkten findest du auf der Webseite: Historischer Rundgang in Mingolsheim
Details
Monate
Startpunkt
Tipp des Autors
Für die Orientierung unterwegs empfiehlt sich der kostenlose Ortsplan aus der Tourist Information, wo Rundweg und historische Stationen eingezeichnet sind
Von März bis November findet an vielen Montagabenden um 17:30 Uhr ein kostenloser geführter Ortsrundgang statt! Mehr Infos auf der Bad Schönborn Tourismus Webseite: https://www.bad-schoenborn.de/...
Öffentliche Verkehrsmittel
S3 Richtung Karlsruhe oder Heidelberg bis "Bad Schönborn/Kronau" in Mingolsheim; weiter mit der Buslinie 132 (Östringen-Bruchsal) zur Haltestelle Rochus-Klinik.
Wegbeschreibung
1. Sankt Rochus Kliniken: Vor der Tourist Information, Kraichgaustr. 10, startest du den Rundgang am Infoschild zu den gegenüberliegenden Sankt Rochus Kliniken. Wenige Schritte weiter auf der gleichen Straßenseite in Richtung Kirche steht das nächste Schild zum Haus des Gastes.
2. Haus des Gastes: Unter den Kastanienbäumen blickst du vom Infoschild "Haus des Gastes" auf die ehemalige Obere Mühle, in der sich heute die Tourist Information befindet. Wenn du den Abstecher zum Jüdischen Friedhof gehst, überquere die Straße und gehe die Beethovenstraße hoch, bis rechts die Konradin-Kreutzer-Straße abzweigt. Am Ende der Sackgasse gelangst du zum Jüdischen Friedhof. Ansonsten gehst du die Kraichgaustraße weiter bis zur St. Lambertuskirche.
Abstecher zum Jüdischen Friedhof: Der Jüdische Friedhof am Ortsrand von Mingolsheim ist sehr sehenswert. Den Schlüssel bekommst du im Bürgerbüro im Rathaus Mingolsheim in der Friedrichstraße. Auch ohne Schlüssel kannst du über die umlaufende Mauer schauen und den Friedhof von außen anschauen. Geh den Weg zurück über die Beethovenstraße Richtung Tourist Information. Dann rechts in die Kraichgaustraße bis zur St. Lambertuskirche.
3. Katholische Pfarrkirche St. Lambertus: Rechts neben dem Eingangsportal steht das Infoschild zur kath. Pfarrkirche St. Lambertus, deren ältester Teil - der Kirchturm - um das Jahr 1200 errichtet wurde. Die Kirche ist tagsüber bis ca. 18:00 Uhr geöffnet. Überquere die Straße, dort steht das nächste Infoschild zum ehemaligen Pfarrhaus und Pfarrsaal.
4. Ehem. kath. Pfarrhaus und Pfarrsaal: Heute steht auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhauses das Edith-Stein-Haus - ein modernes Gemeindezentrum der kath. Kirchengemeinde Bad Schönborn-Kronau. Das Infoschild zu den früheren Gebäuden steht vor dem Edith-Stein-Haus, am Rand des Parkplatzes unter einem Ginkobaum. Geh wenige Meter weiter in die Friedrichstraße zum nächsten Infoschild am Gallbrunnenplatz.
5. Gallbrunnenplatz: Der kleine Platz, wo du auf den Bänken unter zwei großen Linden verweilen kannst, war im 19. Jh. ein Ort, wo sich die Mingolsheimer am Ziehbrunnen zum Wasserholen trafen. Geh weiter auf der Friedrichstraße zum nächsten Infoschild beim großen Fachwerkhaus.
6. Fachwerk Friedrichstraße: Das Infoschild informiert über die Fachwerkbauweise, die bei einigen Häusern der Friedrichstraße zu sehen ist. Eines davon hast auf dem Weg zum Schild gesehen. Ein weiteres steht direkt gegenüber des Infoschildes. Geh weiter auf der Friedrichstraße bis zum Rathaus, wo an der Ecke zum Marktplatz das nächste Infoschild zu dem öffentlichen Leben rund um Rathaus und Marktplatz steht.
7. Rathausanbauten: Hier erfährst du Interessantes über das dörfliche Leben rund um den Markplatz von Mingolsheim. Nur wenige Schritte weiter auf dem Marktplatz steht das nächste Infoschild vor dem Alten Rathaus.
8. Marktplatz und Altes Rathaus: Markplatz und Rathaus hatten im Laufe der Jahrhunderte wechselnde Funktionen und sind bis heute ein Zentrum des dörflichen Gemeinwesens im Mingolsheim. Heute vereint der Platz Geschichte - mit dem barocken alten Rathaus - und Moderne - mit der großen Plastik des Künstlers Jürgen Goertz aus dem nahen Angelbachtal. Auf dem Marktplatz gibt es immer noch zweimal in der Woche einen kleinen Markt und der Platz ist der ungarischen Partnergemeinde Kiskunmajsa gewidmet. Weiter gehts über den Marktplatz nach links in die Hammerstadt, wo nach einigen Metern vor dem Denkmal das nächste Infoschild zum Glöckelsberg steht.
9. Hammerstadt und Glöckelsberg: Hier stehst du auf geschichtsträchtigem Boden in mehrer Hinsicht: älteste Besiedlungsspuren in der Nähe, ältester Ortsteil von Mingolsheim, das älteste erhaltene Haus und das Denkmal zur Erinnerung an eine große Schlacht im 30-jährigen Krieg, in der Mingolsheim fast vollständig zerstört wurde. Geh zurück, überquere den Marktplatz und biege rechts wieder in die Friedrichstraße ein. An der nächsten Kreuzung findest du links das nächste Infoschild zur jüdischen Kultur in Mingolsheim.
10. Jüdisches Leben: Jüdisches Leben hatte eine lange Tradition in Mingolsheim. Falls du zu Beginn des Rundgangs den Abstecher zum Jüdischen Friedhof gemacht haben, bist du auf dieses Thema schon eingestimmt und erfähst weitere interessante Details. Wenige Schritte weiter auf der Friedrichstraße steht das nächste Infoschild bei den stattlichen Gebäuden der ehemaligen Zigarrenindustrie.
11. Ehem. Tabak- & Zigarrenindustrie: Die großen Gebäude der ehemaligen Zigarrenfabriken geben einen Eindruck von der früheren Bedeutung des Tabakanbaus und der -verarbeitung. Heute werden die Gebäude als Wohnhäuser genutzt. Geh weiter auf der Friedrichstraße, kurz vor der Einmündung in die Heidelberger Straße (B3) steht das nächste Infoschild zur alten Landstraße.
12. Alte Landstraße & ehem. Hotel Ries: Schon seit 2000 Jahren gingen, marschierten, ritten und fuhren Menschen auf der Route der heutigen B3, die als Heidelberger Straße (rechts) und Bruchsaler Straße (links) an dieser Stelle durch Mingolsheim führt. Das Infoschild informiert über frühere interessante Gebäude entlang der Straße. Biege links in die Bruchsaler Straße ein. Dann siehst du schon den nächsten Wegpunkt: die Rochuskapelle an der Kreuzung. Das Infoschild befindet sich vor der Treppe zum Vorplatz der Kirche.
13. Rochuskapelle: Hier erfährst du, warum der hl. Rochus der Ortspatron von Mingolsheim ist. Das Infoschild zeigt auch eine historische Ansicht des Innenraums der Rochuskapelle. Wenn du einen etwas längeren Abstecher zum Bahnhof und eventuell weiter zum Schloss Kislau machen willst, überquere die Ampel und geh die Bahnhofstraße bis zum Bahnhof. Auf der Straßenseite gegenüber vom Bahnhofsgebäude steht das nächste Infoschild. Ansonsten biegst du rechts in die Rochusstraße ein, bis links die Viktoriastraße abzweigt. Hier abbiegen und weiter auf der rechten Seite bis zum nächsten Infoschild zur kirchlichen Sozialarbeit.
Abstecher zum Bahnhof: Mingolsheim wurde schon Ende des 19. Jh. an das damals noch überschaubare Bahnnetz in Baden angeschlossen. Das Infoschild informiert über die Entwicklung und die frühere dörfliche Situation. Du kannst den Abstecher bis zum Schloss Kislau verlängern. Gehe dazu durch die Unterführung unter den Gleisen durch, danach rechts, gleich wieder links und die nächste Straße nochmal links - dann siehst du schon das Schloss. Auf der Allee zum Schloss erfährst du viel über die wechselvolle Geschichte von Kislau. Ansonsten geh auf der Bahnhofstraße zurück, geradeaus über die Kreuzung an der Rochuskapelle vorbei auf der Rochusstraße bis links die Viktoriastraße abzweigt. Hier abbiegen und weiter auf der rechten Seite bis zum nächsten Infoschild zur kirchlichen Sozialarbeit.
Abstecher zum Schloss Kislau: Die heute noch sichtbare barocke Ausgestaltung vom Schloss Kislau geht auf den speyerischen Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn zurück, der das Schloss im 18. Jh. als Jagdschloss umgebaut hatte. Die Ursprünge der Anlage gehen mindestens bin ins 11. Jh. in die Zeit der Herren von Kislau zurück. Vermutlich hatte auch schon die Römer hier ein dem Limes vorgelagertes Kastell errichtet. Heute wird die Anlage als landwirtschaftliche Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bruchsal genutzt. Der Hofladen bietet eine große Auswahl an Produkten aus eigener Produktion. Die Infoschilder auf der Allee, die zum Schloss führt, verraten viel über die wechselvolle Geschichte vom Schloss Kislau. Geh zurück, über den Bahnhof, die Bahnhofstraße geradeaus in die Rochusstraße bis links die Viktoriastraße abzweigt. In der Mitte der Viktoriastraße steht rechts das Infoschild zur Villa Viktoria.
14. Kirchliche Sozialarbeit: Hier erfährst du Interessantes über die Nutzung der Ende des 19. Jh. errichteten Gebäude und die katholische Sozialarbeit in der Kindererziehung, Krankenpflege und die Aus- und Weiterbildung von Mädchen und jungen Frauen. Geh weiter auf der Viktoriastraße, biege links in die Friedrichstraße und gleich wieder rechts über Marktplatz auf die Monestraße. Dann nach rechts bis zum Infoschild des ehem. Zunftslokals Grüner Baum.
15. Monestraße und Grüner Baum: Das Fachwerkhaus steht exemplarisch für die vielen früheren Gasthäuser in Mingolsheim, von denen etliche auch Treffpunk der damaligen Zünfte waren. Das Haus ist heute ein Wohnhaus. Geh weiter auf der Monestraße, dann halb rechts in die Wassergasse, danach überquere die Kraichgaustraße und geh geradeaus den Fußweg am Bach entlang in den Sole-Aktiv-Park. Dort gelangst du zum Brunnenhaus der St. Lambertusquelle, wo unser Thermal-Sole-Wasser aus der Tiefe kommt.
16. Brunnenhaus St. Lambertusquelle: Aus über 600 Metern Tiefe sprudelt hier warmes Thermal-Solewasser mit natürlicher 3-%iger Sole aus der Erde. Die St. Lambertusquelle zählt zu den stärksten Heilquellen Deutschlands. Unterirdisch wird das Wasser bis ins Thermarium mit seiner 1.400 m² großen Wasserfläche, verteilt auf 6 Becken geleitet. Die Infotafeln am Brunnenhaus informieren über die Brunnenbohrung, die Geologie und die Zusammensetzung der Thermal-Sole. Gucklöcher geben einen Blick auf die innenliegende Technik frei. Am Fotopoint nebenan dürfen Sie über den legendären "Bad Schönborner Sexkübel" schmunzeln und ein lustiges Erinnerungsfoto schießen. Von hier gelangst du über die Holzbrücke ein paar Meter zurück am Weg wieder zum Haus des Gastes und zum Startpunkt des historischen Rundgangs in Mingolsheim.
Ausrüstung
Keine spezielle Ausrüstung erforferlich.